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Informationen zur städtischen Tournesol-Freizeitanlage fehlen

Tue Gutes und rede darüber - Nach dieser allgemein bekannten Marketing-Weisheit wurde im Mai letzten Jahres mit großem Tamtam die durch die Stadt übernommene Tournesol-Freizeitanlage wieder eingeweiht. Keine Kosten und Mühen wurden gescheut, um das zum Bestandteil der Daseinspflege deklarierte Prestigeobjekt wieder in Betrieb nehmen zu können. „Selbst Bürgermeister Christian Herfurth hat sich dafür noch eine Woche vor den Bürgermeisterwahlen Zeit genommen, um als Schirmherr die Eröffnung mit einem Gratis-Besuchswochenende einläuten zu können.“, stellte damals schon der Fraktionsvorsitzende der FDP-Idsteiner Land, Roland Hoffmann fest.

Aus dem Rathaus kommt ohne Anfrage keine Information zu den wahren Kosten der Tournesol-Freizeitanlage

OV-Idsteiner Land 31.1.2020 -

Damit die Inbetriebnahme überhaupt möglich wurde, waren vor einem Jahr in etlichen Sondersitzungen die vertraglichen und politischen Hürden mit aller Macht aus dem Weg geräumt worden. 

Nur die FDP-Fraktion meldete schon damals erhebliche Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der Freizeitanlage an und warnte vor den zu erwartenden Belastungen für die Stadt Idstein und damit in der Folge für alle Bürgerinnen und Bürger. Seit dieser Zeit sind die Meldungen zur Tournesol-Freizeitanlage allerdings deutlich zurückgegangen. Dabei wäre es für alle Beteiligten von Interesse, nach 9 Monaten Betrieb endlich auch Zahlen zu Besuchern und Umsätzen, vielleicht sogar eine betriebswirtschaftliche Abrechnung vorgelegt zu bekommen.

Schließlich mussten schon in den Haushaltsberatungen kurz vor Jahresende um 760.000 € höhere Belastungen für das Jahr 2020 durch den Betrieb zur Kenntnis genommen werden. „Dafür wurden bei verschiedenen Projekten wie der Renovierung von Gemeindehäusern in letzter Sekunde Streichungen vorgenommen und schon zugesagte Entlastungen für die Bürger wieder zurückgenommen“, erinnert sich Christian Ehrentraut, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten.

Es sei also dringend geboten, dass die aktuellen Zahlen vorgelegt werden und deshalb habe die FDP den Idsteiner Magistrat um einen ausführlichen Bericht gebeten. Nur so sei der zu erwartende Diskussionsbedarf noch einigermaßen zu kanalisieren, so die Idsteiner Liberalen. „Wir erwarten hier eine schnelle und transparente Darlegung der tatsächlichen Situation durch die Verantwortlichen der Stadt, damit neuerliche Überraschungen vermieden und rechtzeitig Korrekturmaßnahmen in Angriff genommen werden können“, sind alle FDP-Vertreter überzeugt. Es sei insbesondere wichtig, nun zügig die notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Bereich der undichten Geschossdecken zu planen, um eine Vergrößerung der Schäden zu verhindern.

 

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