Aktuelles

Sorge um die Sicherheit an Schulen und Kindergärten

Man stelle sich einmal folgende Situation vor: Mehrere Männer betreten zur Unterrichtszeit ein voll besetztes Schulgebäude im Idsteiner Land, ohne dass sie Eltern oder Angestellte des Schulbetriebs wären. Einer der Männer trägt eine recht große Würgeschlange um den Hals. Die Männer gehen ohne Vorankündigung in die Klassenräume und fordern die Kinder auf, die Schlange ruhig zu streicheln. Dabei werden dann Werbemittel für einen Wanderzirkus in der Nähe verteilt. „So was geht doch nicht“, werden viele denken. Doch! Genau das ist am Montag dieser Woche an der Grundschule auf der Au in Idstein geschehen.

OV-Idsteiner Land 5.3.2020 -

„Ein solch unangemeldetes Betreten unserer Schulräume und Kindergärten darf sich nicht wiederholen!“, fordert deshalb der Fraktionsvorsitzende der FDP-Idstein, Roland Hoffmann, energisch. Schließlich müssten doch für jedes Gebäude, in dem Kinder betreut oder beschult werden, Regeln und Maßnahmen zur Zutrittsbeschränkung vorliegen. Diese sollten wirksam sicherstellen, dass keine Gefährdungslage entsteht.

Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Christian Ehrentraut ist alarmiert: „Als Vater einer der Schülerinnen an der Grundschule und als Mitglied im Präventionsausschuss dieser Stadt erwarte und verlange ich, dass ausreichende bauliche Ausstattungen wie zum Beispiel Wechselsprechanlagen, personelle Kapazitäten sowie verbindliche Regeln zum Schulzutritt gewährleisten, dass die Fürsorge- und Aufsichtspflicht vollständig gegeben ist.“

Sowohl Eltern als auch Schul- und Kindergartenpersonal hätten schließlich ein fundamentales Interesse daran, hier ausreichende Sicherheit herzustellen. „Sollten hierfür bauliche Maßnahmen sowie die Erstellung oder Aktualisierung von Sicherheitskonzepten und natürlich die Einweisung des Schulpersonals in diese verbindlichen Regeln notwendig sein, so müssen dafür die entsprechenden finanziellen und personellen Ressourcen umgehend bereitgestellt werden.“

„Unsere Kinder und deren Eltern haben die größtmöglichen Anstrengungen von allen Seiten verdient, dass Klassen- und Betreuungsräume nicht beliebig betreten werden dürfen “, fordern daher die Liberalen im Idsteiner Land.

 

Kommentar schreiben

Kommentare